Alles neu

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Ich tue es schon wieder. Alles neu machen. Dieses Internet macht es einem aber auch schwer einfach. Diesmal aber mit dem Unterschied, dass ich alle alten Texte und Bilder gelöscht habe. Einiges davon wird weiterhin bei Tante Google zu finden sein, aber eine 404er verursachen. An der Stelle frage ich mich – mal wieder – warum die Fehlerseiten eigentlich 404 heißen. Ich hätte, in Anlehnung an Donald Duck’s Auto – das auch des öfteren nicht funktioniert -, die Fehlerseiten im Netz 313 genannt. Aber gut. Könnte ich googlen, bin ich aber zu faul für.

Edit: Ein paar Sachen habe ich dann doch gelassen.

Warum das ganze? Weil ich ein Experiment starte. Seit 1994 bewege ich mich im Neuland. Damals suchten wir noch mit Altavista und schrieben in Newsgroups, warteten stundenlang auf einen 50 MB Download (wegen des verkackten 14.800er Modems, das die halbe Nacht schreckliche Geräusche machte und uns trotzdem das Gefühl gab Teil etwas ganz besonderen zu sein). Emails hatten einen anderen Stellenwert und Pornos waren im Vergleich zu heute Mangel- bzw. Heiße-ware.

In der Zwischenzeit hat sich verdammt viel getan und ich habe viel mitgemacht oder mich dran versucht. Manches davon erfolgreich, anderes eher nicht. Ich habe meine Liebe zu WordPress entdeckt und mittlerweile über 60 Internetseiten damit zu Leben erweckt. Mein größtes Lieblings-Projekt: der Stadtfalke ist grandios gescheitert. An mir. An den Umständen. An der Konkurrenz.

Viele andere Seiten sind erfolgreich und nach wie vor im Netz und machen das was sie sollen: Menschen informieren, Sales einbringen oder ganz einfach: Den Besitzer glücklich machen.

Und damit habe ich den Bogen zu mir und dem Hier und jetzt geschafft: Diese Seite wird jetzt nur noch das machen, was mir gefällt und mich glücklich macht. Vorbei die Zeiten wo ich es nur auf neue Leads, Klicks und „Gefällt mir“ Angaben geschrieben habe. Hier gibt es jetzt nur noch das, was mich interessiert – was ich gelesen habe, was mich bewegt (privat, politisch, menschlich), was gerade in oder out ist, was ich gut oder scheiße finde.

Natürlich ordentlich in Kategorien unterteilt und nach (meinen) Interessen sortiert. Vielleicht gefällt euch das. Vielleicht auch nicht. So oder so: Schreibt es mir bitte (und gerne) in die Kommentare.

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Fehlende Dinge: Fahrradzentralverriegelung

Ich habe mir ein neues Fahrrad gekauft. Kein besonderes, ich plane keine ewig langen Radtouren, es soll mich zum Bahnhof und zurück bringen – das reicht mir schon.

Als ich zu dem Fahrrad ein Schloß kaufte viel mir auf, dass die richtig guten auch richtig teuer sind. Und meistens richtig große lange Schlüssel haben. Dabei ist mein Schlüsselbund eh schon so voll. Da kam mir die Frage in den Sinn, warum es keine Zentralverriegelung für Fahrräder gibt. Eine kurze Suche ergab, das bei Startnext schon jemand die Idee hatte und ein Projekt angelegt hat – leider jedoch nur virtuell.

Warum eigentlich? Continue reading

Danke Internet.

Es gibt so viele Seiten in diesem Internet, dass man es oft schwer hat die guten von den schlechten zu unterscheiden. Die vielen Informationen die sich ins Hirn brennen können gar nicht alle behalten werden und wollen gefiltert werden. Das funktioniert bei mir ganz gut, ich bin ein geübter Viel-leser und -vergesser.

Aber dann gibt es so Tage wie heute, wo man über einen klitzekleinen Tweet von Matze stolpert, unbedacht dem enthaltenen Link folgt – und völlig weggeblasen wird.

Der Text ist so toll, dass ich spontan im Büro weinen musste. Das passiert mir nicht oft. Ist deshalb aber so schön, weil ich das Gefühl habe etwas total exklusives gelesen zu haben.

Mario Götze wechselt zum FC Bayern München

taparei

Nach den heutigen Nachrichten und der Erinnerung an den Satz:

„Der BVB ist der Verein meines Herzens, bereits seit meinem neunten Lebensjahr spiele ich für die Borussia! Es gibt nichts Größeres für mich, als vor dieser gigantischen schwarz-gelben Wand und den fantastischen Dortmunder Fans Fußball zu spielen!“

Quelle

bin ich hart getroffen. Was weniger an der Tatsache des Spielerwechsels an sich liegt (die kommen und gehen sowieso) als eher dem plötzlichen Bewusstsein sich selber so verblendet zu haben. Im Selbstverständnis eines aufgeklärten und des Medienzirkussesverstehenden Fans, sehe ich mich damit konfrontiert die Augen zu lange verschlossen zu haben. Sowohl persönliches Gehabe als auch die sportlichen Leistungen standen in den letzten Monaten in keinem günstigen Verhältnis des Herrn Götze.

Nun könnte man natürlich leichthin Continue reading